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Herzlich Willkommen bei Badminton

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Zur Einstimmung lesen Sie bitte den Beitrag von Holger Klink:

 

Die Ursprünge liegen im Federball

 
Die Modesportart Badminton ist anspruchsvoller als Tennis

Badminton hat in den vergangenen Jähren eine stürmische Aufwärtsentwicklung durchlaufen, die es von einem exotischen Spiel zu einer weltweit verbreiteten Wettkampfsportart für Breiten-, Leistungs- und Profispieler gemacht hat. Der Zugang zu Badminton erschließt sich jedem leicht durch das bekannte ,"Kinderspiel" Federball. Aber worin besteht nun der Unterschied zwischen Badminton und Federball?

Der Partner wird zum Gegner

Wer in der Freizeit Federball spielt, beschränkt sich darauf den Ball so zum Partner zu spielen, wie man ihn selbst gerne zurückerhalten möchte, und ist meist schon stolz, wenn dieses ,,Zuspielen" gelingt. Schon bei diesem artigen Hin und Her gerät man meist ganz schön in Bewegung und ins Transpirieren.
Beim Badminton, welches zwar unter besseren äußeren Bedingungen (kein Wind, keine blendende Sonne, kein rutschiger, unebener Untergrund) in der Halle gespielt wird, wird der Partner zum Gegner und legt es darauf an, den Ball so zu servieren, daß man ihn nicht zurückschlagen kann. Was ihn bei diesem Vorhaben noch behindert, ist die Begrenzung des Spielfeldes, ein 1,55 Meter hohes Netz und seine konditionellen und spieltechnischen (Un-)Fähigkeiten.

Boris Becker läuft weniger

Im Leistungs- und Wettkampfsport zählt Badminton zu den anspruchsvollsten Sportarten überhaupt. Der Ball erreicht beim Verlassen des Schlägers eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern, Ballwechsel von 20 und mehr Schlägen sind keine Seltenheit, und ein Spiel kann bis zu 90 Minuten dauern.
Ein Vergleich zwischen dem Tennisfinale von Wimbledon 1985 (Boris Becker gegen Kevin Curren) und dem Badminton-WM-Finale (der Däne Morten Frost gegen den Chinesen Han Jian) förderte Überraschendes zutage: So legten die Badmintonspieler in einer Zeit von 90 Minuten eine Wegstrecke von 7,3 Kilometern zurück, während die Tennisspieler nur 3,7 Kilometer auf den Beinen waren. Mit durchschnittlich 13,5 Schlägen pro Ballwechsel sind die Badmintonprofis weitaus mehr beschäftigt als die Tennisspezialisten mit im Schnitt 3,4 Schlägen pro Ballwechsel. Noch frappierender ist die Tatsache, dass die Tennisspieler bei ihrem Dreistunden-Match lediglich 18 Minuten oder 9 Prozent der Spielzeit in Ballkontakt waren, die Badmintonspieler dagegen 37 Minuten (48 Prozent).

Badminton = Rennwagen des Federballs

Dieser Vergleich zeigt vielleicht am besten, welchen enormen körperlichen Belastungen Topspieler im Badminton ausgesetzt sind, und weshalb manche von ihnen empfindlich reagieren, wenn man sie als ,,Federballspieler" bezeichnet. Man vergleicht ja auch einen Rennwagen nicht mit einem Tretauto.

Holger Klink