Backe, backe Riwwelkuchen

„Alles in Butter“ oder besser: auf dem Kuchenblech hieß es beim 10. Riwwelkuchefest der KUSS-Gruppe des SV 1911 Traisa am letzten Augustwochenende. Dass die Drahser Frauen noch in der Lage sind, nach altehrwürdigen Rezepten leckeren Hefekuchen zu backen, bewiesen die 60 hausgemachten „Riwwelkuche“, die der überraschend großen Besucherzahl, die auf das Nebengelände des Datterichplatzes gekommen war, um sich von den lokal-historischen Produkten verwöhnen zu lassen.

Es hat sich wieder einmal bestätigt, dass die Bäckerzunft in Traisa und Mühltal einen traditionell hohen Stellenwert hat. Vielfältig waren die Variationen, von denen es angeblich landesweit ja über 300 geben soll; die „Riwwel“ waren gebettet auf vielfältigen Obstunterlagen oder einfach pur mit Puderzucker garniert. Auf jeden fall wurde tagesfrischer knuspriger Hefekuchen gereicht und dazu Kaffee oder kühle Getränke. Das Publikum gehörte erwartungsgemäß vorwiegend der „fortgeschrittenen Jugend“ an, eine angemessene musikalische Untermalung wurde als willkommene Beigabe mit Beifall bedacht.

Logistisch hat sich noch etwas „Luft nach oben“ offenbart, da die viele Meter lange Warteschlange vor der Kuchentheke für die älteren Herrschaften bei den hochsommerlichen Temperaturen manchmal eine echte körperliche Herausforderung darstellte.

„Ausverkauft“ hieß es bereits gegen 16:30 Uhr, so dass mancher der aus dem gesamt Landkreis angereisten Besucher mit einem Brötchen und deftiger Beilage vorlieb nehmen musste. Dazu zählte auch die Bürgermeisterin, die zuvor noch einen termin (Kreisjugendfeuerwehrtag) im benachbarten Schwimmbad wahrnehmen musste.

Den vielen ehrenamtlichen Bäckerinnen und den handwerklich beim Auf- und Abbau aktiven Männern sei herzlichst für den netten Nachmittag gedankt.